Nach monatelanger Vorfreude trafen wir uns am Sonntag Mittag am Speyrer Hauptbahnhof, um die 18-stündige Zugfahrt durch wunderschöne Landschaften nach Krakau anzutreten.
Montag früh kamen wir dann endlich in der schönen, zweitgrößten Stadt Polens an. Hier verbrachten wir die nächsten drei Nächte in einem zentral gelegenen Hotel.
Nach einer Aufteilung in zwei Gruppen wurden wir von lokalen Stadtführerinnen durch die Krakauer Altstadt geführt. Dabei sahen wir die bekannte Marienkirche, die Tuchhallen, die Jagiellonen-Universität und die Burg Wawel. So bekamen wir einen guten Überblick über die Geschichte der Stadt. Abends hatten wir dann noch die Möglichkeit die Altstadt auf eigene Faust zu erkunden und so auch einen Blick ins authentische Krakauer Stadtleben zu werfen.
Am Dienstag klingelte der Wecker bereits um 7:30 Uhr, um sich auf die Spuren von Oskar Schindler zu begeben. Den Besuch von Schindlers Fabrik hatten wir bereits im Unterricht vorbereitet. Mit diesem Wissen im Hinterkopf zogen wir wieder in zwei Gruppen los, um die Ausstellung und im Anschluss das jüdische Viertel Kazimierz mit eigenen Augen zu betrachten. Hierbei lernten wir wieder viel über dieGeschichte Krakaus und die Veränderungen im Zweiten Weltkrieg. Zum Abschluss des Tages wollten wir noch polnische Spezialitäten kosten, wie zum Beispiel Pierogi.
Da wir, wenn wir als Deutsche nach Polen fahren, immer die Geschichte mitnehmen, machten wir uns am Mittwoch mit dem Bus auf den Weg ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Dort schauten wir uns in zwei Führungen erst das Stammlager Auschwitz und danach Birkenau an. Wir bekamen Einblicke in die Grausamkeit des NS-Regimes, wie zum Beispiel riesige Berge an Kleidung und Schuhen der Opfer und noch erhaltene Baracken. Während unseres Aufenthaltes gingen wir viele Wege, die auch die Deportierten damals machen mussten und konnten nur ansatzweise eine Vorstellung davon entwickeln, was hier damals passierte. Mit diesen Gedanken im Kopf verbrachten wir dann einen eher ruhigen Nachmittag und Abend in der Innenstadt.
Am Donnerstag Morgen liefen wir zum Bahnhof und fuhren mit dem Zug weiter in die tschechische Hauptstadt Prag.
Nach der achtstündigen Fahrt und dem Check In in unser Hotel machten wir uns alle zusammen mit Metro und Tram auf den Weg in die Innenstadt. Dort bekamen wir einen ersten Eindruck der Stadt und konnten die Moldau und die Prager Burg bei Nacht bewundern.
Um die Stadt besser kennenzulernen, erwartete uns Freitags eine Tour mit unseren Lehrern. Als erstes schauten wir uns in der prachtvoll geschmückten Kirche Maria vom Siege das Prager Jesuskind an, dann liefen wir zum Aussichtspunkt Petřín, wo wir einen schönen Blick über die Stadt hatten. Anschließend betrachteten wir noch die Prager Burg aus der Nähe. Denrestlichen Tag konnten wir die Stadt eigenständig weiter erkunden und um den letzten Abendausklingen zu lassen, gingen wir nochmal alle zusammen in eine Bar.
Am nächsten Tag traten wir dann mit einem weinenden Auge und vielen neuen Erinnerungen im Gepäck die Reise nach Hause an.
von Denise Langhauser und Hanno Pletsch
Wir bedanken uns bei der Sanddorf-Stiftung Regensburg für die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Studienfahrt.


