Am Dienstag, den 16.12.25, hatten wir – die katholische Religionsklasse von Herrn Weißenburger (6a, 6b) und die Gaktiv-AG – Besuch von David, Katie und Udine. Unsere Gäste, die vollkommen unterschiedliche Altersstufen vertraten und vom Kleidungsstil und ihren religiösen Praktiken her ganz unterschiedlich sind, haben eins gemeinsam: Sie sind jüdisch.
Unter dem Motto „Meet a Jew“ haben sie uns in einem ungezwungenen Gespräch Einblick in ihre Religion, religiöse Feste, Gegenstände, unterschiedliche religiöse Praxis und persönliche Haltung zu verschiedenen religiösen Regeln gegeben.

„Meet a Jew“ stellt bei Begegnungen von ehrenamtlichen jüdischen Projektteilnehmenden mit Gruppen, wie z.B. Schulklassen, das lebendige jüdische Leben hier und heute in den Vordergrund. Denn ein persönlicher Austausch bewirkt, was tausend Bücher nicht leisten können: Wer Jüdinnen und Juden persönlich getroffen hat, ist weniger anfällig für Stereotype und Vorurteile.Im Nachgespräch mit den älteren SchülerInnen von Gaktiv kam es zu einem offenen Austausch zum Beispiel zur Frage der Geschlechterrollen bzw.-gerechtigkeit im Judentum. Auch das Thema des Terroranschlags vom 7. Oktober sowie des Kriegs in Gaza wurden nicht ignoriert, sondern es fand ein in unseren Augen sachlicher Meinungsaustausch statt. Dabei waren wir uns einig, wie wichtig es ist, jüdisches Leben, insbesondere in Deutschland, nicht auf den Krieg in Gaza zu reduzieren und dass Kritik an Israels Handlungen, die durchaus sehr berechtigt ist, niemals Antisemitismus rechtfertigt.