Am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, fand die 9. Stolpersteinverlegung in Speyer statt. Ziel der Initiative »Stolpersteine für Speyer« ist es, die Erinnerung, an die vom NS-Regime verfolgten Speyrer Bürgerinnen und Bürgern aufrechterhalten. Ihre Namen und Schicksale sollen wieder sichtbar zurück in das Gedächtnis der Stadt gebracht werden.
Schülerinnen und Schüler der Gaktiv-AG beteiligten sich auch dieses Mal wieder an der Verlegung. Sie verlasen die Biographien und verlegten vier Stolpersteine für die Familie Sigmund Seligmann in der Marienstraße 14. Das Leben der jüdischen Familie des Speyrer Bürgertums wurde durch die nationalsozialistische Verfolgung systematisch zerstört: Das Geschäft der Familie, eine Großhandlung für Friseurbedarf, wird arisiert. 1938 werden Vater und Sohn verhaftet und in das KZ Dachau verschleppt, kommen zunächst frei und versuchen vergeblich zu emigrieren. Dann werden die Eltern, Siegmund und Klara, ihr Sohn Werner und seine Frau Eleonore zunächst nach Gurs deportiert, wo Siegmund stirbt. Klara, Werner und Eleonore werden schließlich 1942 nach Ausschwitz transportiert und dort ermordet. Nach der Deportation wird der gesamte Hausrat der Familie öffentlich versteigert.
Auch an anderen Stellen in der Stadt wurden Stolpersteine verlegt von den Schülerinnen und Schüler der Schule im Erlich und des Edith Stein Gymnasiums.



