Fragestellungen


Im Unterricht der Kulturkunde vollziehen unsere Schülerinnen und Schüler den konzeptionellen Dreischritt "Vergangenheit verstehen – Gegenwart begreifen – Zukunft denken" nach. Dies tun sie an ausgewählten Inhalten und unter Leitaspekten, die sich im Wesentlichen an Phänomenen und Fragen der Geschichte und Gegenwart festmachen lassen.

Am Kaiserdom zu Speyer, Namensgeber unserer Schule erhellt sich dieses Konzept exemplarisch: Gerade weil dieses mächtige Gebäude mit seiner tausendjährigen Präsenz an dieser Stelle Fragen aufwirft, verbindet der Dom die Menschen der Gegenwart mit jenen der Vergangenheit. Der heutige Betrachter stellt Fragen nach dem Sinn und ebenso nach der technischen Machbarkeit der Entstehung des Doms: Was wollten die kaiserlichen Bauherrn aus dem mittelalterlichen Geschlecht der Salier mit seiner Errichtung erreichen? Wie war es ohne die uns heute bekannten technischen Hilfsmittel überhaupt möglich, ein solches Gebäude, die größte Kirche seiner Zeit, zu erschaffen? Der Dom verbindet als „Gedächtnisort“ (Pierre Nora) Vergangenheit und Gegenwart, in gleicher Weise aber auch unsere Gegenwart mit der Zukunft, gerade weil er uns weitere Fragen stellt: Welche Bedeutung hat die heutige Weltkulturerbe-Stätte für die Stadt Speyer und ihre Besucher? Und wie wird sich diese vermutlich entwickeln? Und schließlich: Auf welche Weise werden sich die ursprünglich an dieses Bauwerk geknüpften Botschaften in Zukunft Ausdruck verschaffen? Es sind diese Fragestellungen, anhand derer sich die Schüler der Jahrgangstufe 8 unseres Gymnasiums mit dem Dom in einen Dialog begeben.